Risikofaktoren, Prävention

  • Gibt es spezielle, regelmässige Vorsorgeuntersuchungen wie etwa für Brustkrebs?
    Nein, die gibt es nicht, weil spezielle Vorsorgeuntersuchungen für jede Frau bisher keinen Vorteil gezeigt haben. Wichtig sind im Normalfall aber die ganz normalen regelmässigen gynäkologischen Untersuchungen. Besteht Anlass zur Sorge, sollten Sie schnellstmöglich einen Gynäkologen aufsuchen.

  • Welche Fälle von Krebserkrankungen in der Familie erhöhen mein Risiko, an Eierstockkrebs zu erkranken?
    Dazu gehören Brustkrebs, Dickdarmkrebs, Eierstockkrebs und auch Prostatakrebs.

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Gentest

  • Wie gross ist das erbliche Risiko, an Eierstockkrebs zu erkranken?
    Aktuell nimmt man an, dass Frauen mit einer Mutation im BRCA1-Gen ein Risiko von bis zu 45 Prozent haben, in ihrem Leben ein Ovarialkarzinom zu entwickeln. Dieses Risiko liegt bei einer BRCA2-Mutation mit bis zu 25 Prozent etwas niedriger.

  • Was tun, wenn der Gentest positiv ist?
    Frauen mit einer nachgewiesenen BRCA-Mutation wird zu intensivierten Früherkennungsuntersuchungen sowie einer prophylaktischen Entfernung der Eierstöcke nach Abschluss der Familienplanung geraten.

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Diagnostische Untersuchungen, Früherkennung, Symptome

  • Wie weist man ein Ovarialkarzinom nach?
    Hundertprozentig kann man es nur mit einer Biopsie bzw. Operation nachweisen.

  • Was können erste Symptome sein?
    Mögliche erste Symptome sind schwer zu erkennen, weil sie viele Ursachen haben können. Zu den möglichen frühen Symptomen gehören: häufige und zunehmende Blähungen bzw. Bauchschmerzen, Abgeschlagenheit, dauerhaft verändertes Stuhlverhalten.

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Nachsorge, palliative Massnahmen


  • Welche Untersuchungen werden nach der ersten Operation und im Anschluss an die Chemotherapie regelmässig durchgeführt?
    Zu den üblichen Kontrolluntersuchungen ohne neue Symptome gehören folgende Untersuchungen: gynäkologische Spiegel- und Tastuntersuchung sowie ein Ultraschall des kleinen Beckens.

  • Welche Neben- bzw. unerwünschten Nachwirkungen kann eine Antikörpertherapie haben?
    Sie ist relativ nebenwirkungsfrei. Sehr selten kommt es zu schweren Nebenwirkungen. Zu den Risiken gehören Probleme mit der Nierenfunktion und/oder Bluthochdruck.

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Operation

  • Welche Bedeutung hat die Operation in der Behandlung des Ovarialkarzinoms?
    Das komplette Entfernen des Tumors sowie das Ansprechen auf die anschliessende Chemotherapie sind für die Heilungschancen entscheidend. Ziel der Operation ist daher immer, den gesamten Tumor und alle weiteren Tumorherde vollständig zu entfernen, damit möglichst wenige Krebszellen im Bauchraum verbleiben.

  • Was bedeutet es für die Frauen, wenn ihre Eierstöcke entnommen werden?
    Frauen vor der Menopause werden vorzeitig in die Wechseljahre versetzt. Die Folge sind typische Beschwerden wie Hitzewallungen, Schlafstörungen und Stimmungsschwankungen. Diese können jedoch durch die Einnahme von Hormonpräparaten gelindert werden.

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Chemotherapie

  • Wie sieht die Standardbehandlung aus?
    In der Regel wird die Kombination eines Taxans, vorwiegend Paclitaxel, und einer Platinverbindung, meist Carboplatin, in sechs Zyklen in einem Abstand von drei Wochen ambulant verabreicht.

  • Gibt es Hilfe, um die gefürchteten Nebenwirkungen zu verhindern?
    Die Patientinnen erhalten vorbeugend – vor und unmittelbar nach Verabreichung der Chemotherapeutika – wirksame Medikamente gegen die Nebenwirkungen, vor allem gegen die Übelkeit.

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Antikörpertherapie

  • Was genau ist eine Antikörpertherapie, die bei Eierstockkrebs eingesetzt werden kann?
    Die Antikörpertherapie kann eine Chemotherapie ergänzen. Dabei werden spezielle Antikörper als Infusion verabreicht. Diese Antikörper können die Neubildung bestimmter Blutgefässe, die die Krebszellen benötigen, um zu wachsen und zu streuen, behindern. Durch die Antikörpertherapie kann also das Wachstum der Krebszellen gehemmt werden.

  • Kann eine Antikörpertherapie eine Chemotherapie ersetzen?
    Nein, sie kann ergänzend zur Chemotherapie eingesetzt werden.

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Rezidivtherapie

  • Wie wird ein Rezidiv diagnostiziert?
    Engmaschige Kontrolluntersuchungen beobachten vor allem den Anstieg des Tumormarkers CA-125 im Blut der Patientin.

  • Wie wird das Rezidiv behandelt?
    Die Dauer des rezidivfreien Zeitraums nach der Chemotherapie bestimmt das weitere therapeutische Vorgehen. Man unterscheidet dabei «platin-resistente», «platin-intermediäre» und «platin-sensible» Rezidive. Zu allen drei Rezidiv-Situationen gibt es entsprechende Leitlinien mit mehreren Therapiemöglichkeiten.

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Psychoonkologische Betreuung und Eigeninitiative

  • Was ist ein Psychoonkologe?
    Ein Psychoonkologe ist meist ein Psychologe oder Psychiater im psychosozialen Bereich. Hinzu kommt eine Spezialisierung auf die Betreuung von Krebspatienten und ihren Angehörigen.

  • Wie kann mir ein Psychoonkologe helfen?
    Wer an Eierstockkrebs erkrankt, durchläuft in der Behandlung und Nachsorge verschiedene Phasen, die meist sehr belastend sind und auch existenzielle Fragen aufwerfen. Hierbei kann die Begleitung eines Psychoonkologen eine grosse Stütze sein.

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WEITERE INFORMATIONEN finden Sie unter anderem auf der Seite der Krebsliga hier.


17.07.2014
Ihr myHEALTH-Team